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CPC-„Joint Staff Event” in Évora, Portugal

Vom 6. bis 9. Januar 2025 kam die Partnerschaft des Erasmus+ Projekts Conscious Parents in Crisis (CPC) in Évora, Portugal, zu ihrer ersten Joint Staff Veranstaltung zusammen. Gastgeber war die portugiesische Partnerorganisation, die Vertreter*innen aus Deutschland (Koordinator), Ungarn, der Türkei, Italien, Bosnien und Herzegowina sowie Portugal empfing. Es war das erste persönliche Treffen aller Partner, um die Grundlagen für die ehrgeizigen Ziele des Projekts zu legen – und zugleich eine Gelegenheit, die lebendige Kultur der Gastgeberstadt kennenzulernen.

 

Im Mittelpunkt des Treffens in Évora stand die Erarbeitung von klaren Leitlinien für Forschung und Datenerhebung, die inhaltliche Ausgestaltung von Fallstudien sowie die Abstimmung zu Themenschwerpunkten und Feldforschung. Zentral war dabei die Festlegung von sechs thematischen Bereichen, die das Rückgrat der Methodik des Learning Group Management (LGM) bilden: (1) Gemeinschaftsbildung, (2) Gemeinschafts Management, (3) Unterstützende Lernumgebungen, (4) Alternative pädagogische Methoden (5) Blended Learning und digitale Tools, sowie (6) Kinder und Gruppen mit besonderen Bedürfnissen. Diese Themen bilden die Grundlage, um Eltern, Lehrkräfte und Betreuungspersonen darin zu schulen, selbstständig eigene Lerngruppen aufzubauen und zu leiten.

Das viertägige Programm war intensiv und abwechslungsreich: Präsentationen der Partnerorganisationen sowie Beiträge von bereits identifizierten Learning Group Managern (LGMs) für den Interviewprozess schufen die Basis für gemeinsamen Austausch. Best-Practice-Beispiele, offene Diskussionen über Herausforderungen und Lösungsstrategien sowie Workshops zum Projektmanagement (Rollen & Verantwortlichkeiten, Methoden, Outputs und Work-Packages) rundeten die Agenda ab. Auch die gemeinsame Entwicklung einer visuellen Identität und einer Disseminationsstrategie stand auf dem Plan. Begleitende Evaluationen sorgten dafür, dass das Treffen strukturiert und gleichzeitig inspirierend verlief.

 

Neben der inhaltlichen Arbeit hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, die gastgebende Stadt zu erkunden. Évora, offiziell die „Sehr edle und immer loyale Stadt Évora“, ist die historische Hauptstadt der Region Alentejo und Sitz des Distrikts Évora. Die Stadt begeistert mit ihrem hervorragend erhaltenen historischen Stadtkern, der noch von mittelalterlichen Mauern umschlossen ist, sowie mit zahlreichen Monumenten aus verschiedenen Epochen – darunter ein römischer Tempel. Nicht ohne Grund zählt Évora zum UNESCO-Weltkulturerbe. Für viele war die Erkundung der Stadt ebenso unvergesslich wie der kulinarische Ausflug in die lokale Küche – inklusive einer besonderen Spezialität: Entenmuscheln (gooseneck barnacles oder “percebes” auf Portugiesisch), die für einige eine ungewohnte, aber köstliche Überraschung waren!

Die Ergebnisse des Treffens waren ebenso reichhaltig wie die Eindrücke vor Ort. Die Partner lernten sich intensiv kennen, tauschten ihre Kompetenzen aus und legten gemeinsame Definitionen und Schlüsselbegriffe fest, die künftig als gemeinsames Fundament dienen. Ein klares Bild von den Projektzielen und der praktischen Umsetzung der Lerngruppen entstand, einschließlich möglicher Herausforderungen und Tipps für Outreach-Strategien. Auch wurde eine Grundlage geschaffen, um unterschiedliche Krisensituationen, mit denen Eltern, Lehrkräfte oder Jugendarbeiter*innen konfrontiert sein können, zu identifizieren und praxisnah darauf zu reagieren.

Die wichtigsten Erkenntnisse: Wissenstransfer und Teamstärkung sind entscheidend. Alle Partner haben sich verpflichtet, die Inhalte des Treffens in Wissens-Transfer-Seminaren an ihre Kolleg*innen weiterzugeben und so die Verantwortung auf breite Schultern zu verteilen. Die nächsten Schritte umfassen die Bildung von Arbeitsgruppen in den einzelnen Ländern, die Vertiefung der Feldforschung sowie die Vorbereitung erster Trainings für Eltern, Lehrkräfte und Betreuungspersonen.

 

Mit dieser ersten Joint Staff Veranstaltung ist es dem CPC-Projekt gelungen, eine dynamische und kooperative Arbeitsweise, klare Zielsetzungen und eine gemeinsame Vision zu etablieren, die die weitere Zusammenarbeit in Europa in den kommenden Monaten prägen wird – gestärkt durch die Erinnerungen an eine inspirierende Stadt, spannende Gespräche und so manche kulinarische Entdeckung.

“CPC” wird durch das Erasmus+ Programm der Europäischen Union gefördert.

Das Projekt wird durchgeführt vom Arbeitskreis Ostviertel e.V.(Deutschland), Stairs and Levels Associação (Portugal), MOSTART NKKE (Ungarn), IZMIR KATIP CELEBI UNIVERSITESI (Türkei), Associazione Atlas Onlus (Italien) und BRAVO – BOSNIAN REPRESENTATIVE ASSOCIATION FOR VALUABLE OPPORTUNITIES (Bosnien und Herzegowina).

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