OSTVIERTEL.MS

Felix

Woche 2

Montag, 23. März

Das Wochenende ist, im Verhältnis zur vorangegangenen Woche, erstaunlich schnell verstrichen.

Was mir sehr gefehlt hat, waren die Fußballspiele, besonders die der 2. Bundesliga. Als ich am Sonntag mit dem Hund in den Rieselfeldern spazieren war, fiel mir wie zuvor schon so oft auf, dass die Natur seit Anbruch der “Krise” in Deutschland ein viel frequentiertes Umfeld darstellt.

Meine Langeweile überrascht mich schon am Montagmorgen. Es ist aber keine Langeweile, die aus dem Umstand resultiert, dass ich nichts zu tun habe. Es ist schlicht und einfach die Langeweile, die entsteht, wenn das soziale und räumliche Umfeld immer gleich bleiben.

Bekämpfungsmethoden sind zum einen der Versuch, Materialien, die man auch als Müll bezeichnen könnte (z.B. Kronkorken) kreativ zu verarbeiten sowie ein gekonnter Eskapismus in die fröhlich-viereckige Welt des von mir und meinen Freunden bewohnten Minecraft-Servers, der uns allen als gute Ablenkung dient.

Dienstag, 24. März

Dieser Tag war sehr befreiend, da ich mir, außerhalb von meinen Hauptkontakten, mal wieder einen sozialen Kontakt erlaubt habe. Ich war mit einer Freundin am Kanal, um dort das schöne Wetter auszukosten. Meine Schwester ist nun auch endlich aus Dortmund zuhause angekommen, um das Social Distancing bei der Familie zu verbringen.

Mittwoch, 25. März

Ein bisher unspektakulär gewöhnlicher Tag in Zeiten der sozialen Distanz. Hauptsächlich gucke ich Netflix, höre Musik oder bereite meine Beitragspläne weiter vor.

Donnerstag, 26. März

Mal wieder ein Tag, an dem meine Hauptbeschäftigung aus Angeln am Kanal besteht.

Freitag, 27. März

Während sich die zweite Woche des Homeoffices langsam aber sicher dem Ende zuneigt, merke ich, dass diese Woche doch relativ schnell vorüberging. Ich hoffe einfach, dass sich das für die nächsten Wochen auch bewahrheitet und freue mich auf ein baldiges Ende.


Woche 1

16.03.-20.03.2020

Die erste Woche ist schon erstaunlich langsam vergangen, da die Einfältigkeit im sich wiederholenden Alltag zuhause sehr deutlich spürbar ist.

Was mich wirklich gut beschäftigt sind natürlich Steam und die PS4. Nur leider ist das Problem, dass ich nicht der einzige bin, der auf die Idee kommt, sich die Zeit im Internet zu vertreiben, wodurch ein reibungsloses Spielen der meisten Online-Spiele nahezu unmöglich wird.

Ich achte auch sehr darauf, das Haus nicht allzu oft zu verlassen. Bisher eigentlich nur, um mit dem Hund frische Luft zu erschnuppern oder um mit einem Freund in die Natur zu fahren und im Duo dem relativ frisch erworbenen Hobby des Angelns nachzugehen.